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Ziele der Initiative

»Stolpersteine« sind


10 x 10 x 10 cm große Betonquader mit einer Messingplatte, in der Name, Lebens- und Sterbedaten eines Opfers des NS-Regimes eingeschrieben sind, und die in der Regel vor dem ehemaligen Wohnhaus in den Bürgersteig eingelassen werden. Künftig werden. Auch in Ulm halten solche Steine die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus lebendig. Am 29.10.2016 wurden sie in Ulm zum vierten Mal verlegt, viele weitere sollen folgen. Die Idee stammt von dem Kölner Künstler Gunter Demnig, der auch die Steine herstellt und verlegt. Die Stolpersteine sind heute das größte dezentrale Mahnmal der Welt. Es wächst »von unten« durch das bürgerschaftliche Wirken der Initiativen vor Ort und kann Menschen unerwartet »stolpern« lassen, nicht mit den Fü.en, sondern mit dem Verstand und dem Gefühl.

»Stolpersteine« sollen


an ehemalige Ulmerinnen und Ulmer, ihren Alltag, ihr Mitwirken in der Gesellschaft, ihr Leben erinnern, nachdem die große Mehrheit der Deutschen in den Jahren 1933 bis 1945 deren gewaltsame Entfernung aus ihrer Mitte unberührt und fast achtlos hingenommen hat. Über die ermordeten jüdischen Bürger Ulms hinaus, die den größten Anteil ausmachen, gehören zu diesen Menschen z. B. Zeugen Jehovas, Deserteure, Opfer des so genannten »Euthanasie-Programms«, Sinti und Roma, politische Opfer und Opfer der -Justiz. Hierzu recherchiert die Ulmer Initiative intensiv die jeweiligen Lebensgeschichten und dokumentiert diese mit Faltblättern wie dem vorliegenden,vor allem aber durch ausführliche Internet-Biografien, die im Internet veröffentlicht werden. Die Zusammenarbeit mit Schulen und möglichst vielen gesellschaftlichen Gruppen soll die Erinnerung wach halten, die die Nationalsozialisten auslöschen wollten.

»Stolpersteine« in Ulm werden


also nicht nur Namen und Lebensdaten der Opfer abbilden. Sie sind ein Projekt von Ulmer Bürgerinnen und Bürgern, die zu den Menschen den biografischen Hintergrund recherchieren und das Verlegen der Stolpersteine organisieren. Dabei werden so intensiv wie möglich die heute lebenden Angehörigen und Verwandten einbezogen. Unterstützung erhält das Projekt von der Stadt Ulm, dem Stadtarchiv und dem Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg (DZOK), die eigentliche Arbeit wird von der bürgerschaftlichen Initiative getragen.

Die Stolperstein-Initiative braucht


Ihre Unterstützung. Ein Stein kostet 120 €. Diese gehen direkt an Gunter Demnig, der die Steine herstellt. Spenden für solche »Patenschaften« bleiben anonym. Außerdem fallen Kosten an für Infomaterial, Organisation, Einladungen usw. Auch diese müssen über Spenden finanziert werden. Durch die Zusammenarbeit mit der »Stiftung Erinnerung Ulm« können Spendenquittungen (bei Spenden ab 200 €) aus gestellt werden. Sollten Sie dies wünschen, vermerken Sie es bitte bei der Überweisung – vielen Dank für die Unterstützung!