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Ziele der Initiative

„Stolpersteine“ sind

10 x 10 x 10 cm große Betonquader mit einer Messingplatte, in der Name, Lebens- und Sterbedaten eines Opfers des NS-Regimes eingeschrieben sind, und die vor dem ehemaligen Wohnhaus in den Bürgersteig eingelassen werden. Seit 2015 halten auch in Ulm solche Steine die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus lebendig. Die Idee stammt von dem Kölner Künstler Gunter Demnig, der auch die Steine herstellt und verlegt. Die Stolpersteine sind heute das größte dezentrale Mahnmal der Welt. Es wächst „von unten“ durch das bürgerschaftliche Wirken der Initiativen vor Ort und kann Menschen unerwartet „stolpern“ lassen, nicht mit den Füßen, sondern mit dem Verstand und dem Gefühl.

„Stolpersteine“ sollen

an ehemalige Ulmerinnen und Ulmer, ihren Alltag, ihr Mitwirken in der Gesellschaft, ihr Leben erinnern, nachdem die große Mehrheit der Deutschen in den Jahren 1933 bis 1945 deren gewaltsame Entfernung aus ihrer Mitte unberührt und fast achtlos hingenommen hat. Über die ermordeten jüdischen Bürger Ulms hinaus, die einen sehr großen Anteil ausmachen, gehören zu diesen Menschen Opfer des so genannten „Euthanasie-Programms“, Zeugen Jehovas, Deserteure, Sinti und Roma, politische Opfer und Opfer der NS-Justiz. Hierzu recherchiert die Ulmer Initiative intensiv die jeweiligen Lebensgeschichten und dokumentiert diese mit Faltblättern wie dem vorliegenden, vor allem aber durch ausführliche Biografien, die im Internet veröffentlicht werden. Die Zusammenarbeit mit Schulen und möglichst vielen gesellschaftlichen Gruppen soll die Erinnerung wach halten, die die Nationalsozialisten auslöschen wollten.

 „Stolpersteine“ in Ulm werden

also nicht nur Namen und Lebensdaten der Opfer abbilden. Sie sind ein Projekt von Ulmer Bürgerinnen und Bürgern, die zu den Menschen den biografischen Hintergrund recherchieren und das Verlegen der Stolpersteine organisieren. Dabei werden so intensiv wie möglich die heute lebenden Angehörigen und Verwandten einbezogen. Vielfältige und sehr hilfreiche Unterstützung erhält das Projekt von der Stadt Ulm, dem Stadtarchiv und dem DZOK, die eigentliche Arbeit wird von der bürgerschaftlichen Initiative getragen.

Aufruf!

Wir benötigen die Unterstützung durch Angehörige bei der Recherche zu den verschiedenen Opfergruppen des Nationalsozialismus. Daher unsere Bitte und Aufforderung: Wenn auch Sie möchten, dass für ihre/n Angehörigen ein Stolperstein verlegt wird und wir aktiv werden sollen, wenden Sie sich an uns.

Die Stolperstein-Initiative braucht

Ihre Unterstützung. Ein Stein kostet 120 €. Diese gehen direkt an Gunter Demnig, der die Steine herstellt. Spenden für solche „Patenschaften“ bleiben anonym. Außerdem fallen Kosten an für Infomaterial, Organisation, Einladungen usw.  an. Auch diese müssen über Spenden finanziert werden. Durch die Zusammenarbeit mit der „Stiftung Erinnerung Ulm“ können Spendenquittungen (bei Spenden ab 200.- €) ausgestellt werden. Sollten Sie dies wünschen, vermerken Sie es bitte bei der Überweisung – vielen Dank für die Unterstützung!